29 Mrz

Osterei der Nachhaltigkeit

Das Osterei der Nachhaltigkeit, die Energieeffizienz, liegt in jedem Haushalt, in jedem Unternehmen und in jeder Kommune. Der Witz daran ist, das es nicht leicht gefunden wird. Dabei ist es riesig groß und knallbunt.

Wie ein echtes Überraschungs-Ei sind in seinem Inneren nette Spielsachen verborgen: Energiesparlampen, Fassadenisolierung, passive Belüftung, Energiespar-Umwälzpumpen, Tageslichtfluter, und, und, und …

Dieses Nachhaltigkeits-Überraschungs-Ei hat leider auch Eigenschaften vom rosa Elefanten und von Freund Harvey, denn nicht jeder kann es sehen. Dabei könnten mit seinem Inhalt allein in Deutschland etwa 50 Milliarden Euro an Energiekosten jährlich und nachhaltig eingespart werden.

In diesem Sinn, schöne Ostern!

27 Mrz

Nachhaltigkeit Kommunal

Die Einführung eines kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements ist meiner Überzeugung nach der beste und zielführendste Weg, um die Verdrossenheit vieler Bürger zu überwinden und gleichzeitig der Energiewende einen sicheren, einen nachhaltigen Weg zu bahnen.

Margit Conrad, die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz meint dazu: “Die Energieversorgung der Zukunft wird dezentral sein. Dazu brauchen wir engagierte Bürgerinnen und Bürger, die den Klimaschutz vor Ort in die Hand nehmen und nachhaltige, regionale Energiekonzepte auf den Weg bringen.”

Gut, das ist jetzt nicht wirklich neu, fasst aber auch meinen Standpunkt schön zusammen und bringt es auf den Punkt. Die große Schwierigkeit besteht jedoch darin, den Verantwortlichen in den Kommunen neben ihrem Tagesgeschäft die Notwendigkeit eines solchen Prozesses klar zu machen.

Ich vergleiche diesen Prozess mit dem Wechsel von Großrechnern zu einer dezentralen PC-Landschaft, der in den 90ern begann und mittlerweile bereits zu vielen dezentralen Strukturen geführt hat. Ähnliches wird bei Energieversorgung geschehen, bzw. geschieht zum Teil schon. Die gesetzlichen Weichen sind weitgehend schon richtig gestellt. Zur Umsetzung braucht es aber nach wie vor engagierte und fachkundige Menschen, die das tun. UNS.

25 Mrz

Agenda 21

Ich habe mich heute mit der Agenda 21, bzw. mit der lokalen Version für Gemeinden beschäftigt.

Es wundert mich immer wieder, dass zum Thema Nachhaltigkeit schon so viele gute Konzepte erdacht und auch ausprobiert, aber nicht nachhaltig (!) realisiert wurden. Irgendwie sind all diese Konzepte nicht bis ins Letzte schlüssig und ich denke mir oft, dass hier nur ein kleines Stück, ein “Missing Link” fehlt.

Den “Missing Link” insgesamt zu definieren kann ich noch nicht. Elemente davon aber schon. Die Kluft zwischen Vision und Konzeption auf der einen Seite und die ganz pragmatische Umsetzung in konkrete Projekte ist sicherlich eines der meist fehlenden Elemente.

22 Mrz

1 : 0 für Onshore Windkraftanlagen

Zurück aus dem Sauerland und dem Seminar “Projektentwickler für Energiegenossenschaften” habe ich erst mal festgestellt, dass meine Fotos der WKAs nix geworden sind. Ich habe sie mit meinem iPad aufgenommen und da kann ich nicht zoomen (oder habe es noch nicht kapiert, wie das geht?).

Das Thema “Offshore vs Onshore” geht mir nicht aus dem Kopf. Ich denke, das ist eine wichtige Fragestellung für den Kurs der Energiewende und es gibt viele Argumente pro und kontra.

Eine gute Aufzählung der Argumente pro / kontra findet sich auf folgender Seite:

https://www.energie-und-technik.de/erneuerbare-energien/technik-know-how/windenergie/article/86110/1/Windenergie_zu_Lande_oder_zu_Wasser/

Ich möchte nicht alle Punkte wiederholen und dennoch ein Argument aufführen, das zugunsten der Onshore-WKAs spricht.

Es lautet: Offshore Windkraftanlagen erzeugen dort Strom, wo ihn Niemand braucht. Das ist sehr wahr und eine Konsequenz daraus sind riesige Überlandleitungen, die Niemand will und natürlich auch die Netzverluste, die damit verbunden sind.

Dies spricht für die Onshore-WKAs und damit steht es in meinem persönlichen Ranking 1 : 0 für das Onshore-Konzept.

20 Mrz

Nachhaltigkeit zum studieren

Gestern Abend bin ich auf die Leuphana Universität Lüneburg aufmerksam geworden. Heute habe ich ein bisschen gegoogelt und telefoniert und habe einen Studiengang Fernstudium MBA Sustainability Management gefunden, den ich wahnsinnig interessant finde. Genau mein Thema.

Wenn ich das Geld dafür habe, ca. 14.000€, dann mache ich es. Der Studiengang dauert für Berufstätige, die das Lernpensum ja nur Abends oder am Wochenende abarbeiten können, insgesamt 4 Semester.

Für Interessierte geht es hier weiter: https://www.leuphana.de/master-nachhaltigkeitsmanagement-berufsbegleitend.html

19 Mrz

Partner

Heute ist mir etwas Lustiges passiert.

Ich habe im Web nach potentiellen Partnern gesucht, die Interesse daran haben, mit mir einen nachhaltigen Versandhandel, bzw. einen Versandhandel für nachhaltige Produkte (so stimmts eher) zu gründen.

Und wo lande ich ???

Bei einer Partnervermittlung!

17 Mrz

Der große Raubbau

Unter diesem Titel war in der SZ vom Wochenende ein großer Artikel zum Thema Nachhaltigkeit.

Es geht dabei (wen wundert es?) um Carl von Carlowitz und die Ursprünge des Begriffs Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit seiner Anwendung.

Die Formulierung, dass der Begriff Nachhaltigkeit so verwohnt ist wie ein altes Haus fand ich sehr treffend und zugleich traurig.

Aber auch ein altes Haus lässt sich wieder renovieren und von neuem bewohnen.

Am Ende des Artikel kommt noch eine kleine Geschichte, die ich hier unkommentiert wiedergeben möchte, weil sie eigentlich alles zum Thema sagt:

In Italien trifft Kaiser Maximilian II. bei einer Reise einen Bauern, der Dattelbäume anpflanzt, obwohl sie erst nach hundert Jahren Früchte tragen. “Männlein, was machst du?”, fragt der Kaiser verwundert. “Ich thue es Gott und denen Nachkömlingen zu gefallen”, antwortete der Bauer. So einfach ist da.

14 Mrz

habemus papam

habemus papam – theologisch gesehen hat die katholische Kirche das Nachhaltigkeitsprinzip verstanden.

Die Massen (mich eingeschlossen), die der Intronisierung eines absolutistischen Herrschers zusahen, haben mich zum Thema “mündiger Bürger” mal wieder sehr nachdenklich gemacht.

12 Mrz

Hans Carl von Carlowitz

Heute habe ich öfter an den “Erfinder” der Nachhaltigkeit denken müssen.

Was Hans Carl da vor über 300 Jahren niedergeschrieben hat “… daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe weiln es eine unentberliche Sache ist …” ist unverändert richtig und wahr. Das Problem liegt doch nicht im Verständnis, sondern in unserer schnelllebigen Gesellschaft. Jeder will sofort alles haben und oft denken wir nicht daran, was dieses Konsumverhalten langfristig (oder nachhaltig) auslöst.

Dass für 5€-Shirts aus China die Arbeiter(innen) und die Umwelt einen hohen Preis zahlen müssen ist doch jedem klar, der nur zwei Minuten über das Thema nachdenkt. Oder die TK-Lasagne für 1.39€; da KANN kein Rindfleisch drin sein!

Vielleicht geht es einfach darum, uns diese Zusammenhänge immer wieder klar zu machen?