28 Apr

NeXt Biotreibstoff

Auch wenn es nicht auf der ersten Seite steht, die Weiterentwicklung von Biotreibstoffen, die nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln steht, geht weiter. Mit dem bioliq-Verfahren ist dies anscheinend bald in industriellem Maßstab möglich.

Wen es interessiert, der findet unter https://www.bio-energie.de/service/pressecenter/news-und-presse/aktuelle-nachricht/archive/2013/february/article/bioliqR-pilotanlage-hochdruck-flugstromvergasung-erfolgreich-in-betrieb/?tx_ttnews%5Bday%5D=28&cHash=ac843c069c6b872e0d85b6be64091137  mehr Infos.

17 Apr

Sauerland

Heute ist mein Seminar zum Thema Energiegenossenschaften zunächst mal zu Ende gegangen. Die anderen Kursteilnehmer sind schon in Richtung Heimat unterwegs, nur ich harre noch hier aus. Vom Balkon meines Zimmers aus sehe ich zahlreiche Windräder, die sich fleißig drehen und nachhaltigen Strom erzeugen.

Hier am Südrand des Sauerlandes, in einer hügeligen Landschaft, die sogar etwas niedriger liegt als meine Heimatregion in Bayern, hat offensichtlich keiner Probleme mit WKAs. Warum?

Ich habe mit meinem iPad einige Fotos von den Windrädern gemacht. Wenn was brauchbares dabei ist, stelle ich es am Wochenende hier rein.

Das Thema Onshore vs Offshore lässt mir keine Ruhe; gerade jetzt nach den Eindrücken im Sauerland nicht. Ich habe mir vorgenommen, demnächst eine Pro- und Kontra-Auflistung zu erstellen (asap).

15 Apr

Energiegenossenschaften

Ein wichtiges Element bei der Realisierung der Energiewende könnten Energiegenossenschaften sein. Auf lokaler, kommunaler Ebene finden sich Bürger zusammen, um gemeinsam Systeme und Anlagen für Erneuerbare Energien zu errichten und zu betreiben.

Wie man so etwas macht und richtig organisiert, das lerne ich nun in einem entsprechenden Seminar in NRW. Heute beginnt der Kurs und ich bin gespannt, was er mir bringen wird.

Für Interessierte sind mehr Infos dazu unter https://www.energiegenossenschaften-gruenden.de zu finden.

11 Apr

Offshore vs Onshore

Gestern war ich auf einer Wahlkampfveranstaltung zur Landratswahl. Als Fachbeitrag sprach ein CEO der Stadtwerke xyz zum Thema Erneuerbare Energien. Speziell zur Windkraft vertrat er die wohl bekannte Ansicht, dass die Wirtschaftlichkeit von Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen gleich gut wäre. Sind bei Onshore-WKA die Investitionskosten und die Windausbeute geringer, so ist das bei Offshore-WKA genau umgekehrt. Er vertrat die Ansicht, dass es also eine rein politische Entscheidung wäre, welchen von beiden Anlagentypen die Zukunft gehört.

Gut, da gehörten eigentlich noch eine Menge anderer Argumente angeführt, wie geringere Bürgerakzeptanz bei Onshore-Anlagen, höherer Wartungsaufwand wegen Korrosion bei Offshore-Anlagen, sowie der notwendige Netzausbau bei letzteren, die durch die entsprechenden Hochspannungsmasten auch nicht gerade zur Landschaftsverschönerung beitragen, usw.

Dabei liegt die Vorzugsvariante doch auf der Hand? Wenn wir unsere Abhängigkeit von einer zentralen Energieversorgung überwinden wollen und die damit einhergehenden massiven Infrastrukturmaßnahmen, dann spricht doch alles für eine dezentrale Energieversorgung in der Zukunft. Wenn noch dazu die Bürger von Anfang an mitgenommen und beteiligt werden in Form von Energiegenossenschaften oder Bürger-GmbHs, dann steigt auch die Akzeptanz für Windräder vor der Tür oder Biogas-Anlagen, die halt auch mal stinken.

Die abgebildete WKA steht neben etlichen anderen in der Gemeinde Wildpoldsried, nahe Kempten und die Bürgerschaft steht voll dahinter, da gewinnbringend beteiligt.

05 Apr

Klimawissen

Wer sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt, muss sich zwangsläufig auch intensiv mit dem Klimawandel, seinen Ursachen und seinen Folgen beschäftigen und das ist ziemlich komplex.

Obwohl ich mich jetzt schon seit fünf Jahren mit diesem Thema beschäftige, suche ich immer noch nach Möglichkeiten, dieses wahnsinnig komplexe Thema relativ stark komprimiert darzustellen, ohne das wesentliche Informationen deswegen wegfallen.

Diesem Wunsch kommt die Seite https://klimaohnegrenzen.de/klimawissen schon ziemlich nahe. Diese Zusammenfassung ist nicht nur für den Personenkreis zu empfehlen, der gerade beginnt sich mit dem Thema zu befassen.

01 Apr

Jatropha – ein Aprilscherz?

Ich verfolge die Diskussion über Jatropha als Energiepflanze der Zukunft nun schon einige Jahre und das Auf und Ab der Argumente ermüdet mich schön langsam.

Die Befürworter (ich gehöre dazu) argumentieren, dass die Jatropha-Nuss eine nachhaltige (Teil-)Ersatzquelle für Erdöl sein könnte weil sie:

– nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht,

– ein nachwachsender Rohstoff ist,

– relativ einfach in Biodiesel oder Biokerosin verwandelt werden kann,

– auf landwirtschaftlich sonst nicht interessanten Flächen angebaut werden kann,

– Arbeitsplätze im kleinbäuerlichen Bereich schaffen kann

Die andere Seite argumentiert dann in der Regel so:

– Jathropha verdrängt die Nahrungsmittelproduktion,

– die Erträge sind zu gering,

– viele Projekte sind schon gescheitert,

– nützt nur den Industriestaaten

Es stimmt schon, wie sooft bei neuen und innovativen Methoden gibt es auch Rückschläge und Fehlentwicklungen. Plantagen mit Pflanzen aus wildem Samen bringen natürlich nicht die Erträge wie durch Zucht optimierte Samen. Hier ist Entwicklungshilfe gefragt! Bei entsprechend professioneller Herangehensweise ist meiner Überzeugung nach eine wahrhaftig nachhaltige Produktion möglich, die wirtschaftlich und umweltverträglich ist und Arbeitsplätze schafft.

Es gibt genügend brach liegende Flächen, vor allem in Afrika:

… Kein Landraub, keine Ausbeutung. Und tatsächlich gibt es in Mosambik etwa 36 Millionen Hektar landwirtschaftlich nutzbare Fläche und auf nur zehn Prozent davon wird etwas angebaut. (Quelle: https://www.t-online.de/wirtschaft/boerse/rohstoffe/id_61067774/biosprit-pflanze-jatropha-steht-vor-dem-aus.html)

Eine schwarz/weiß-Sicht ist auch hier der falsche Weg. Die richtigen Flächen aussuchen, vor Ort genossenschaftliche Strukturen schaffen und einen kompetenten Produzenten im Rücken und es spricht nichts gegen eine verträgliche, eine nachhaltige Produktion von Erdölersatzprodukten aus Jatropha-Nüssen.