21 Sep

Bedenkenträger

Nun hat das Klimakabinett getagt. Die CO2-Bepreisung von fossilen Treibstoffen und

Erdgas ist beschlossene Sache, genauso wie der Zertifikatehandel mit Festpreisen pro Tonne. Eine Verdopplung der Luftverkehrssteuer droht. Die EEG-Umlage wird gesenkt, was insbesondere dem Photovoltaik-Ausbau zugutekommen wird. Für die einen ist das alles viel zu viel, für die anderen viel zu zaghaft.

Für eine nachhaltige Luftfahrt sind die Beschlüsse des Klimakabinetts definitiv zu wenig. Eine Beimischquote von PtL-Kerosin, oder eine Steuerbefreiung von strombasierten, synthetischen Treibstoffen wie vom Bayerischen Ministerpräsidenten Söder vorgeschlagen (siehe https://iasaev.org/wordpress/de/soeder-umstieg-auf- synthetische-kraftstoffe-belohnen/) oder die Förderung von Investitionen in PtL- Produktionsanlagen in Deutschland, das wären die richtigen Signale gewesen.

Ich möchte jedoch schon auch den Willen und die gemeinsame Anstrengung aller demokratischen Parteien in Deutschland anerkennen, die nationalen CO2-Ziele zu erreichen. Ein Anfang bzw. ein Neustart ist mit den Beschlüssen des Klimakabinetts sicherlich gemacht und wir werden beobachten wie es hier weitergeht.

Bei allem politischen Willen ist jedoch gerade beim Thema Power-to-Liquid in der ganzen Debatte ein Element zu beobachten, das die rasche Errichtung von PtL- Produktionsanlagen hinauszögert: die Bedenkenträger

Jeder, der schon einmal ein Projekt geleitet hat, kennt die Spezies der Bedenkenträger. Sie sind in jedem Projekt vorhanden. Das sind die Personen in einem Projektteam, die ihre Beiträge meist mit Worten wie “Ja, aber …” oder “wir sollten aber bedenken, dass …” beginnen. Es gibt Bedenkenträger wie gesagt in jedem Projekt, bei der jetzigen medialen Aufmerksamkeit zu Power-to-Liquid sind sie jedoch besonders störend und zum Teil auch bedrohlich. Aussagen wie “PtL-Treibstoff wird nie unter 10 Euro pro Liter erhältlich sein” oder “wenn überhaupt, dann geht das nur in der Sahara” o.ä. sind geeignet den ganzen Schwung abzuwürgen, den das Thema in den letzten Jahren aufgenommen hat.

Bedenkenträger

Was jetzt notwendig ist, sind entschlossene und mutige Unternehmen, die bereit sind trotz aller Unkenrufe und trotz aller noch vorhandener Unwägbarkeiten und Problemen die ersten PtL-Produktionsanlagen für die Luftfahrt in Deutschland zu errichten. Diese Pioniertaten hätten eine Signalwirkung für die gesamte internationale Luftfahrt, davon bin ich überzeugt.

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01 Jun

Söder: Umstieg auf synthetische Kraftstoffe belohnen

Bayerischer Ministerpräsident will Energiewende im Verkehr beschleunigen

München, 30. Mai 2019:Der bayerische Ministerpräsident will die Energiewende im Verkehr beschleunigen. In der ‘Münchner Runde’ des Bayerischen Fernsehens sprach sich Dr. Markus Söder am 30. Mai für eine Steuerbefreiung EE-strombasierter synthetischer Kraftstoffe aus.

Schwerpunkt der Diskussion mit dem bayerischen Landesvater war das Ergebnis der Europawahl. Die Wahl, so Söder, habe verdeutlicht, dass die Mehrzahl der Wähler in Deutschland mehr Klimaschutz wolle. In diesem Kontext verwies Söder auch auf die Wirkungslosigkeit einer sogenannten Ökosteuer und die Tatsache, dass Steuern dieser Art nur dem Staat Einnahmen verschaffen, in Punkto CO2-Reduzierung aber wirkungslos bleiben.

Statt Verkehrsteilnehmer zu bestrafen will der bayerische Ministerpräsident Anreize für mehr Klimaschutz schaffen und klimafreundliches Verhalten belohnen. Man müsse dem Verkehrsteilnehmer klimafreundlichere Alternativen anbieten, wenn man eine schnelle Energiewende im Verkehr wünsche. In diesem Zusammenhang plädierte Söder für mehr Innovation im Verkehrssektor und vor allem für intelligente Anreizsysteme, die eine möglichst große Breitenwirkung erzielen. Söder: „Das Konzept zu glauben, mit Strafe etwas zu erreichen, halte ich für falsch! Wir müssen ein intelligentes Angebot der Anreize setzen!“  Dies gelte auch für den Umstieg auf synthetische, klimaneutrale Kraftstoffe, für die er sich – so Söder – am Ende eine komplette Steuerfreiheit vorstellen könne.

IASA begrüßt Söder Vorstoß

Als Verband zur Förderung der Nachhaltigkeit in der Luftfahrt begrüßt die IASA ausdrücklich den Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten, klimafreundliche Kraftstoffe steuerlich zu begünstigen bzw. von der Energiesteuer freizustellen! Ein klares politisches Bekenntnis zu verantwortungsbewusster Mobilität sei aus Sicht der IASA heute wichtiger denn je. Wenn man Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaft und Wohlstand in unserem Land nicht gefährden wolle, führe der Weg zu mehr Klimaschutz vor allem über mehr Innovation und nicht über Verbote. Dies gelte insbesondere für den Luftverkehr, der noch auf lange Sicht auf Kraftstoffe hoher Energiedichte angewiesen sei – ein Problem, das sich derzeit nur über EE-strombasierte, CO2-arme bzw. CO2-neutrale Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien lösen lasse.

31 Mai

Quo vadis Photovoltaik?

Messe München, InterSolar 2019, 15.05.2019

EAO-Interview mit Michael Vogtmann, Vorsitzender der DGS Franken, über Trends in der Photovoltaik aus Unternehmersicht


Herr Vogtmann, als Kenner und Experte der Solar-Szene kennen Sie alle Trends beziehungsweise haben zumindest eine fundierte Vorstellung, wo die Reise in Punkto Photovoltaik und Elektromobilität hingeht. Für die Teilnehmer unseres Energieeffizienznetzwerks POWERund Leser unsers Blogs hätten wir gerne eine Insiderinformation von Ihnen. Wo geht die Reise insbesondere für Unternehmen hin?Quo vadis Photovoltaik?

Bei Unternehmen ist die Verbindung zwischen Photovoltaik zur Elektromobilität natürlich da. Ganz hervorragend da, wo Firmenfahrzeuge ausgetauscht werden, beispielsweise wenn Leasingverträge auslaufen. Gerade Fahrzeuge, die gerade mal so 100 Kilometer am Tag fahren, werden zukünftig sicher vermehrt durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden.

Wenn Elektrofahrzeuge da sind, braucht man auch Ladestationen. Für Unternehmen, die über 100.000 kWh Strombedarf im Jahr haben, da haben die Speicher, die man auch Abends nochmal verwenden kann um die Fahrzeugbatterien nochmals aufzuladen, dann eine weitere Funktion und können wie eine doppelte Lastspitzenkappung wirken. Damit können tausende, zehntausende Euro für den Betrieb pro Jahr eingespart werden. Die Kombination PV-Anlage, Stromspeicher und Elektrofahrzeuge wird gerade bei Gewerbebetrieben einer der Trends der nächsten Jahre werden.

Eigenstromnutzung im Kontext der Elektromobilität ist ein großes Thema, das derzeit in vielen Beiträgen und Diskussionen behandelt wird. Worauf sollten da Unternehmer achten, bzw. welche Chancen sehen Sie hier gerade für kleine und mittlere Unternehmen, die sogenannten KMU?

Schwerpunkte sind auf der Kostenseite zu setzen. Welche Elektrofahrzeuge sind mit welcher Reichweite für die nächsten Jahre zu planen? Welche Ladeinfrastruktur braucht der Betrieb hierfür? Wie groß müssen die Ladeleistungen sein? Die Ladeinfrastruktur sollte danach ausgerichtet werden, damit die Investitionen dafür noch leistbar sind. Auch sollte in die Planung einfließen, ob diese Ladeinfrastruktur nur für die eigenen Firmenfahrzeuge und Mitarbeiter zu Verfügung steht, oder halböffentlich bzw. öffentlich nutzbar ist, denn für letzteres gibt es Förderprogramme, die eine Investition leichter machen. Es ist ja zu hoffen, dass unser Verkehrsminister Herr Scheuer sich durchsetzt und ab nächstem Jahr die Investition in Ladeinfrastruktur generell mit 50 Prozent als Investitionskostenzuschuss gefördert wird, egal ob diese privat oder öffentlich ist.

Stromspitzenglättung mittels Stromspeicher: Viele unserer mittelständischen, produzierenden Kunden haben produktionsbedingte Lastspitzen, für die sie im wahrsten Sinn des Wortes teuer bezahlen müssen.

Ein Speicher zur Stromspitzenglättung für Unternehmen rechnet sich pi-mal-Daumen immer durch die damit erzielbare Laststromkappung. Auch ohne Förderung amortisiert er sich innerhalb von sechs bis acht Jahren.

Stichwort Power-to-Liquid (PtL): Neben dem Thema Elektromobilität werden Verfahren zur Herstellung synthetischer, strombasierter Kraftstoffe mittels Fischer-Tropsch-Synthese aus Erneuerbaren Energien, insbesondere aus PV- und Windstrom immer mehr als drop-in-fähiger Ersatz für fossile Kraftstoffe gesehen. Wie schätzen Sie die Marktchancen und Einsatzgebiete dieser CO2-armen Kraftstoffe in den nächsten Jahren ein?

Was die Markteinführung und den Test solcher Verfahren angeht und die Kostensenkung bei der Realisierung größerer Anlagen, denke ich schon, dass da Nennenswertes die nächsten Jahre passieren wird. So richtig groß werden PtL-Anlagen dann kommen, wenn wir in zehn bis zwanzig Jahren keine Atomkraftwerke mehr haben, kaum noch Kohlekraftwerke haben, denn dann müssen wir das zehnfache an Photovoltaik und an Windkraft im Vergleich zu jetzt installiert haben. Das klingt verrückt, ist aber rechnerisch ganz einfach nachzuweisen.

wir brauchen das zehnfache an Photovoltaik und Windkraft

Wir brauchen riesengroße Überschüsse aus Photovoltaik und Wind im Sommerhalbjahr, die wir dann über die Elektrolyse sei es als reiner Wasserstoff, sei es als synthetisiertes Erdgas, als was auch immer konservieren, um es im Winter nutzbar zu machen, aber auch um es für Langstreckenfahrzeuge und in Flugzeugen einsetzen zu können. Denn die gewaltigen Energiemengen, die wir für große Reichweiten von Fahrzeugen und Flugzeugen brauchen, die werden wir weder mit den herkömmlichen, noch mit weiterentwickelten Akkus schaffen. Daher halte ich diese Technik für unabdingbar, um die Energiewende in Deutschland und nicht nur in Deutschland wirklich mit 100% erneuerbaren Energien hinzubekommen.

Springen noch mal zu einem ganz anderen Thema, der Agrarphotovoltaik. Es werden zunehmend Überlegungen angestellt und Versuchsanlagen errichtet um landwirtschaftliche Flächen quasi zweimal zu nutzen. So wachsen zum Beispiel unter relativ hoch aufgeständerten PV-Modulen dann Nutzpflanzen heran, beziehungsweise dienen als Weideflächen. Welche Vor- und Nachteile sehen Sie in diesem Einsatzgebiet und welchen Anteil an der Stromproduktion sehen Sie perspektifisch bei der Agrarphotovoltaik?

Es gibt am Bodensee die erste Versuchs-Anlage, jetzt schon im zweiten Jahr mit Speicher an einem Demeter-Bauernhof, die aufgeständert über dem Acker errichtet wurde. Die Testergebnisse sind hervorragend. Natürlich werden im Schnitt 20 bis 30% weniger Nutzpflanzen geerntet, als ohne die Verschattung durch die Photovoltaikmodule und die circa 10 Meter hohe Tragkonstruktion. Jedoch hat man auch die Energieproduktion durch die Solarenergie. Beides zusammen hat in der Summe eine riesengroße Energieproduktion. Allerdings hat diese Sonderkonstruktion momentan noch den Nachteil, dass sie nicht konkurrenzfähig zu herkömmlichen Freiflächenanlagen ist, was sich aber im Zuge der Kostendegression relativieren wird.

Es hat sich auch im letzten Sommer herausgestellt, der ja ein total trockener war, dass die Mindererträge bei dieser Anlage doch nicht so stark waren, da die Pflanzen nicht so stark verbrannten wie ohne den Schutz durch die Photovoltaikmodule. Die Landwirte haben mit diesen monströsen Anlagen jedoch noch emotionale Probleme und müssen sich an diese erst noch gewöhnen.

Im Gegensatz dazu werden senkrecht angebrachte Module auf Äckern augenscheinlich leichter angenommen. Im Saarland gibt es schon ein entsprechendes genossenschaftliches Model mit einer attraktiven Verzinsung für die Genossen. Nochmal, wir brauchen das zehnfache an Solarenergie und an Windkraft als wir jetzt haben! Da müssen wir alle Möglichkeiten nutzen und manche werden halt erst in der Zukunft wirtschaftlich werden.

Quo vadis Photovoltaik
Michael Vogtmann

Die EnergieAgentur Oberbayern feiert im Juni ihren einjährigen Geburtstag. Wenn Sie sich gedanklich an unsere Stelle versetzten, welchen Ratschlag hätten Sie für uns? Welchem Thema, welchen Themen sollen wir verstärkte Aufmerksamkeit schenken?

Also wenn Sie dranbleiben an diesem kombinierten Thema Photovoltaik, Speicher und Elektromobilität, egal ob Einfamilienhaus, Gewerbebetrieb oder Kommune, dann setzen Sie auf das richtige Pferd, an dem kein Weg vorbeigehen wird. Ansonsten würde ich beim herangehen an mittelständische Betriebe noch empfehlen, den Entscheidern die Investitionschancen noch stärker zu vermitteln. Jeder Betrieb kann eine rentable erneuerbare Energieanlage haben, die gleichzeitig als Strompreisbremse wirkt.

Herr Vogtmann, besten Dank für das Gespräch.


Das Interview führte Michael Wühle. Wenn Sie News der EnergieAgentur Oberbayern eG abonnieren wollen, können Sie dies hiertun.


03 Mai

dena sucht Teilnehmer für Energiespar-Contracting

03.05.2019 PRESSEMITTEILUNG, BERLIN

Energiespar-Contracting: Kommunen und Länder gesucht, die Gebäude energetisch modernisieren wollen

Bewerbungen für neues dena-Modellvorhaben bis zum 30. Juni 2019 möglich / Bundesweit kommunale Liegenschaften gesucht / Teilnehmer werden durch Projektentwickler kostenfrei unterstützt

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) sucht für das Modellvorhaben „Co2ntracting: build the future! – Kommunen und Länder machen ihre Gebäude fit“ Kommunen und Bundesländer, die ihre Liegenschaften energetisch modernisieren wollen und dabei auf Energiespar-Contracting (ESC) setzen. Kommunen und Eigentümer von Landesliegenschaften können sich bis zum 30. Juni unter www.kompetenzzentrum-contracting.de/esc-modellprojekte für die Teilnahme bewerben. Dort finden sie auch Informationen zu den Mindestanforderungen, zum Ablauf und zur Energiedienstleistung ESC.

Gesucht werden bundesweit kommunale Liegenschaften wie Schulen, Rathäuser oder Sportstätten und Landesliegenschaften wie Hochschulen, Gerichte oder Schlösser – entweder als Einzelgebäude oder als Gebäudepool mit mehreren Gebäuden. Die Liegenschaften sollten sich bevorzugt in Bundesländern befinden, die bisher wenig Erfahrung mit ESC haben. Während der rund dreijährigen Laufzeit des Modellvorhabens stellt die dena den Teilnehmern kostenfrei einen Projektentwickler zur Seite, der sie während des gesamten ESC-Prozesses unterstützt: von der Ausschreibung und Vergabe über die Umsetzung der Effizienzmaßnahmen bis hin zur Evaluierung.

Gute Umsetzungsbeispiele für weitere Kommunen

Mit „Co2ntracting: build the future!” sollen beispielhafte ESC-Modellprojekte entstehen, die anderen Kommunen und Ländern Orientierung für eigene Modernisierungspläne bieten. Die neuen Erkenntnisse, die während der Umsetzung der Projekte gewonnen werden, sollen das Contracting-Know-how bei der öffentlichen Hand und regionalen Akteuren vertiefen. Gleichzeitig soll sich zeigen, wie sich unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen in den Bundesländern auf ESC auswirken, um gegebenenfalls Verbesserungen anstoßen zu können. So soll der Markt für ESC nachhaltig gestärkt werden. Die Modellprojekte werden mit breiter Öffentlichkeitsarbeit begleitet und sind in ein Netzwerk aus regionalen Contracting-Experten mit regelmäßigem fachlichem Austausch eingebunden.

Energiespar-Contracting für energieeffiziente Gebäude

Mit ESC kann die öffentliche Hand umfassende Energieeffizienzmaßnahmen realisieren, selbst wenn es an Personal, Know-how oder finanziellen Ressourcen für diese Aufgaben mangelt. Denn ESC setzt auf einen spezialisierten Dienstleister, den Contractor. Dieser plant, realisiert und finanziert technische, bauliche und organisatorische Maßnahmen, um den Energieverbrauch eines Gebäudes zu senken. Die Einsparung garantiert er vertraglich. Außerdem kümmert er sich um die Instandhaltung der neuen Technik, eine optimierte Betriebsführung und, wenn gewünscht, auch um die Wartung. Für seine Dienstleistung und die getätigten Investitionen erhält er einen Teil der Kosteneinsparung.

Zum Modellvorhaben „Co2ntracting: build the future!”

„Co2ntracting: build the future!” wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert. Regionale und lokale Energieagenturen, ein bundesweiter Unterstützerkreis und zahlreiche Experten begleiten das Modellvorhaben.

Mehr Informationen zum Modellvorhaben, zu Energiespar-Contracting sowie zur Bewerbung unter www.kompetenzzentrum-contracting.de/esc-modellprojekte

Quelle: dena


01 Feb

Neues Förderprogramm Energieeffizienz und Prozesswärme

Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft, Kredit (Programm 295) und Zuschuss.

Mit Start des neuen Jahres bieten die KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) – im Auftrag und aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein neues Förderprodukt für betriebliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen an. Das neue Programm 295 löst das Programm KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme (294) ab. Über einen zinsgünstigen Kredit kombiniert mit einem Tilgungszuschuss können Unternehmen die Modernisierung ihrer Anlagen und /oder Prozesse finanzieren. Darüber hinaus ersetzt das neue Förderprogramm die BAFA-Programme für Querschnittstechnologien und für industrielle Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien.

Das neue Programm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ ist offen für Unternehmen aller Branchen und Größen und bietet viel Spielraum bei der Finanzierung unterschiedlichster Investitionsmaßnahmen. Diese können sowohl Neu- als auch Erweiterungsinvestitionen umfassen.

Folgende betriebliche Investitionen (Neu- als auch Erweiterungsinvestitionen) – geclustert in 4 Modulen –können im Rahmen des Programms „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft,“ gefördert werden:

  • Modul 1: Querschnittstechnologien
  • Modul 2: Prozesswärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien
  • Modul 3: Mess, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement Software
  • Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Die Förderung unter Modul 4 ist bewusst technologieoffen gestaltet, um den Unternehmen die größtmögliche Freiheit bei der Umsetzung einer für sie passenden Lösung zu geben. Hier ist der Energieberater gefragt; eine wichtige Fördervoraussetzung ist die Vorlage eines „Einsparkonzepts“.

Wie berechnet sich die Höhe des Tilgungszuschusses für Modul 4?
Der Tilgungszuschuss beträgt bis zu 30% (zuzüglich 10% für KMU) der förderfähigen Kosten. Förderfähige Kosten sind die Investitionskosten bzw. Investitionsmehrkosten (je nach gewählter Beihilferegelung) plus der Nebenkosten von bis zu 30% der Investitionskosten. Es gilt ein Höchstbetrag für den Tilgungszuschuss von 10 Millionen Euro. Unterstützung beim Thema Beihilfe.

Der Tilgungszuschussist auf 700 EUR (für KMU) pro jährlich eingesparte Tonne CO2limitiert (= CO2-Förderdeckel). Das heißt konkret: Die gemäß Einsparkonzept ermittelte jährliche CO2-Einsparung (in Tonnen) (gegebenenfalls plus der CO2-Einsparung durch beantragte Maßnahmen aus Modul 2) wird mit 500 EUR je Tonne CO2 (700 EUR je Tonne CO2 für KMU) multipliziert. Dieses Ergebnis bildet den absoluten CO2-Förderdeckel für den Tilgungszuschuss. Das bedeutet: Es kann Vorhaben geben, bei denen der CO2-Förderdeckel zur Anwendung kommt. Der Tilgungszuschuss wird in diesen Fällen entsprechend reduziert.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

18 Jan

MIT DEM AUSBAU DER LADEINFRASTRUKTUR DIE ELEKTROMOBILITÄT VORANTREIBEN

München/Pforzheim, 17. Januar 2019

2040 werden auf deutschen Straßen bis zu 29 Millionen Elektroautos unterwegs sein – das zeigt die neueste Studie von Aurora Energy Research. Um das Laden der elektrischen Fahrzeuge flächendeckend zu ermöglichen, ist vor allem eines wichtig: eine intelligente Ladeinfrastruktur im öffentlichen und privaten Bereich, basierend auf erneuerbaren Energien. Wie diese und weitere Herausforderungen auf dem Weg zur einer erfolgreichen Verkehrswende gemeistert werden können, erfahren Interessierte auf der Power2Drive Europe.

Die Fachmesse findet im Rahmen der Innovationsplattform für die neue Energiewelt „The smarter E Europe“ statt. Mehr als 200 Anbieter von Ladeinfrastruktur und Elektrofahrzeugen sowie 50.000 Besucher werden dazu vom 15. bis 17. Mai 2019 auf der Messe München erwartet.

Vor etwa zwei Jahren hat die deutsche Bundesregierung ein Förderprogramm für die Elektromobilität beschlossen. Seit Anfang 2017 fördert das „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit einer anteiligen Finanzierung der Investitionskosten den Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur in Deutschland. Das Ziel ist dabei der Aufbau eines flächendeckenden und bedarfsgerechten Ladenetzes mit mindestens 15.000 neuen Ladestationen bis 2020. Insgesamt 300 Millionen Euro stellt die Bundesregierung dafür von 2017 bis 2020 bereit.

Die Initiative trifft auf eine sehr große Nachfrage bei privaten Investoren und Kommunen. Als Reaktion auf die ersten zwei Aufrufe sind insgesamt mehr als 3.000 Förderanträge eingegangen. Genehmigt wurden davon Anträge für insgesamt 15.803 Ladepunkte – davon 2.330 Schnellladepunkte. Damit wurde die Zahl der damals vorhandenen Ladepunkte bereits mehr als verdoppelt. Der dritte Förderaufruf folgte dann im November 2018. Allein für diesen hält die Bundesregierung rund 70 Millionen Euro bereit, um bis zu 13.000 neue Ladepunkte aufzubauen. Städte rund um den Globus werden aktiv Die Notwendigkeit, die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen, um die Elektromobilität in Deutschland und weltweit fördern zu können, haben auch die Unternehmen erkannt.

Ein Paradebeispiel für den Ausbau der Ladeinfrastruktur bietet das niederländische Cleantech-Unternehmen EVBox mit seinem Angebot an Ladelösungen. “Der Ausbau der Ladeinfrastruktur liegt in unserer DNA: In den vergangenen Jahren haben wir in mehr als 45 Ländern bereits über 60.000 Ladepunkte installiert. Für uns ist es wichtig, positive Veränderungen im Verkehrsbereich zu realisieren. Denn 23 Prozent aller CO2-Emissionen werden durch den Verkehr verursacht. Der stärkere Einsatz von Elektrofahrzeugen würde die Emissionen drastisch reduzieren”, so Job Karstens, PR und Event Manager bei EVBox. “Städte sollten deshalb in ihre Ladeinfrastruktur investieren. Amsterdam und Rotterdam, die wir mit Ladestationen ausstatten, gelten beispielsweise heute international als Spitzenreiter und Vorreiter für das Investment in Elektromobilität.”

Doch auch in Deutschland sind die Städte aktiv. „Es kommt Bewegung in den Markt für Ladeinfrastruktur. Das zeigen wir am Beispiel der Landeshauptstadt Hannover. Als Konzessionsinhaber für das Ladeinfrastrukturnetz in Hannover werden wir 480 Ladepunkte bis Ende 2020 aufbauen“, so Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der enercity AG. “Wir haben das Ziel, damit in nur zwei Jahren eines der dichtesten ausschließlich mit Ökostrom betriebenen Ladenetze Deutschlands für unsere Kundinnen und Kunden bereit zu stellen. Die Ladeinfrastruktur ist aber nur ein Teil unserer E-Mobilitätsinitiative. Wir sind auf dem besten Weg viele Barrieren zur E-Mobilität abzubauen.“ Erst jüngst zog Köln als weitere deutsche Stadt nach und legte dem Stadtrat für 2019 eine Beschlussvorlage zum Standortkonzept „Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum der Stadt Köln“ vor. Geschäftsmodelle mit positiven Renditen Vom Betrieb elektrischer Fahrzeugflotten über das Laden am Arbeitsplatz bis hin zur Ausstattung an öffentlichen Parkplätzen, Tankstellen und Autobahnraststätten – der Ausbau von gewerblicher und industrieller Ladeinfrastruktur bietet die Grundlage für zahlreiche attraktive Geschäftsmodelle.

Laut der neuesten Analyse von Aurora Energy Research sind in allen Fällen positive Renditen möglich – sofern die Nutzer für den verbrauchten Strom bezahlen und die Betreiber, abhängig vom Konzept, eine Marge von fünf bis elf Cent pro Kilowattstunde erreichen. Bis 2040 könnte die Stromnachfrage für das Laden von Elektrofahrzeugen im gewerblichen und industriellen Bereich allein in Deutschland rund 13 bis 17 Terawattstunden jährlich erreichen, was rund 3 Prozent des derzeitigen deutschen Stromverbrauchs entspricht. Um die Nachfrage abdecken zu können, werden zwei bis vier Millionen Ladestationen benötigt. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von bis zu acht Milliarden Euro.

„Elektromobilität ist im Markt angekommen. Immer mehr Unternehmen, Kunden, Mitarbeiter haben bereits ein Elektroauto und wollen diese an vielen Standorten laden. Bei den meisten unserer Kunden geht es inzwischen nicht mehr nur um die reine Investition in Ladeinfrastruktur, sondern um Fragestellungen rund ums intelligente Lade- und Energiemanagement“, so Marcus Fendt, Geschäftsführer bei The Mobility House. „Wie können also möglichst viele Ladepunkte ohne Netzausbau beziehungsweise höhere jährliche Leistungsentgelte realisiert werden? Wie kann dann geladen werden, wenn der Strompreis billig und die Photovoltaik-Einspeisung hoch ist? Da sehen die Kunden Informations- und Investitionsbedarf.“

Power2Drive Europe 2019: die Schnittstelle zwischen Verkehr und Energie Die Power2Drive Europe ist die Schnittstelle zwischen der Elektrifizierung des Verkehrswesens und einer zukunftsorientierten, umweltfreundlichen sowie klimaneutralen Energieversorgung. Sie nimmt sich deshalb sowohl auf der Messe als auch bei der Konferenz des Themas Ladeinfrastruktur an. An allen drei Messetagen erfahren Interessierte deshalb alles Wissenswerte über Ladelösungen und Technologien für Elektrofahrzeuge. Darüber hinaus diskutieren Experten, Verbände und Forschungsinstitute im Rahmen der Power2Drive Europe Conference Geschäftsmodelle und Marktpotenziale der Branche. © EVBox Die Power2Drive Europe sowie die Parallelveranstaltungen finden vom 15. bis 17. Mai 2019 auf der Messe München statt, im Rahmen der Innovationsplattform für die neue Energiewelt The smarter E Europe. Weitere Informationen zur Power2Drive Europe 2019 finden Sie im Internet unter

Quelle: www.PowerToDrive.de.

17 Jan

POWER ON: MIT DEM AUSBAU DER LADEINFRASTRUKTUR DIE ELEKTROMOBILITÄT VORANTREIBEN

München/Pforzheim, 17. Januar 2019

2040 werden auf deutschen Straßen bis zu 29 Millionen Elektroautos unterwegs sein

das zeigt die neueste Studie von Aurora Energy Research. Um das Laden der elektrischen Fahrzeuge flächendeckend zu ermöglichen, ist vor allem eines wichtig: eine intelligente Ladeinfrastruktur im öffentlichen und privaten Bereich, basierend auf erneuerbaren Energien. Wie diese und weitere Herausforderungen auf dem Weg zur einer erfolgreichen Verkehrswende gemeistert werden können, erfahren Interessierte auf der Power2Drive Europe. Die Fachmesse findet im Rahmen der Innovationsplattform für die neue Energiewelt „The smarter E Europe“ statt. Mehr als 200 Anbieter von Ladeinfrastruktur und Elektrofahrzeugen sowie 50.000 Besucher werden dazu vom 15. bis 17. Mai 2019 auf der Messe München erwartet.

Vor etwa zwei Jahren hat die deutsche Bundesregierung ein Förderprogramm für die Elektromobilität beschlossen. Seit Anfang 2017 fördert das „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit einer anteiligen Finanzierung der Investitionskosten den Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur in Deutschland. Das Ziel ist dabei der Aufbau eines flächendeckenden und bedarfsgerechten Ladenetzes mit mindestens 15.000 neuen Ladestationen bis 2020. Insgesamt 300 Millionen Euro stellt die Bundesregierung dafür von 2017 bis 2020 bereit.

Die Initiative trifft auf eine sehr große Nachfrage bei privaten Investoren und Kommunen. Als Reaktion auf die ersten zwei Aufrufe sind insgesamt mehr als 3.000 Förderanträge eingegangen. Genehmigt wurden davon Anträge für insgesamt 15.803 Ladepunkte – davon 2.330 Schnellladepunkte. Damit wurde die Zahl der damals vorhandenen Ladepunkte bereits mehr als verdoppelt. Der dritte Förderaufruf folgte dann im November 2018. Allein für diesen hält die Bundesregierung rund 70 Millionen Euro bereit, um bis zu 13.000 neue Ladepunkte aufzubauen.

Städte rund um den Globus werden aktiv

Die Notwendigkeit, die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen, um die Elektromobilität in Deutschland und weltweit fördern zu können, haben auch die Unternehmen erkannt. Ein Paradebeispiel für den Ausbau der Ladeinfrastruktur bietet das niederländische Cleantech-Unternehmen EVBox mit seinem Angebot an Ladelösungen. “Der Ausbau der Ladeinfrastruktur liegt in unserer DNA: In den vergangenen Jahren haben wir in mehr als 45 Ländern bereits über 60.000 Ladepunkte installiert. Für uns ist es wichtig, positive Veränderungen im Verkehrsbereich zu realisieren. Denn 23 Prozent aller CO2-Emissionen werden durch den Verkehr verursacht. Der stärkere Einsatz von Elektrofahrzeugen würde die Emissionen drastisch reduzieren”, so Job Karstens, PR und Event Manager bei EVBox. “Städte sollten deshalb in ihre Ladeinfrastruktur investieren. Amsterdam und Rotterdam, die wir mit Ladestationen ausstatten, gelten beispielsweise heute international als Spitzenreiter und Vorreiter für das Investment in Elektromobilität.”

Doch auch in Deutschland sind die Städte aktiv. „Es kommt Bewegung in den Markt für Ladeinfrastruktur. Das zeigen wir am Beispiel der Landeshauptstadt Hannover. Als Konzessionsinhaber für das Ladeinfrastrukturnetz in Hannover werden wir 480 Ladepunkte bis Ende 2020 aufbauen“, so Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der enercity AG. “Wir haben das Ziel, damit in nur zwei Jahren eines der dichtesten ausschließlich mit Ökostrom betriebenen

Ladenetze Deutschlands für unsere Kundinnen und Kunden bereit zu stellen. Die Ladeinfrastruktur ist aber nur ein Teil unserer E-Mobilitätsinitiative. Wir sind auf dem besten Weg viele Barrieren zur E-Mobilität abzubauen.“ Erst jüngst zog Köln als weitere deutsche Stadt nach und legte dem Stadtrat für 2019 eine Beschlussvorlage zum Standortkonzept „Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum der Stadt Köln“ vor.

Geschäftsmodelle mit positiven Renditen

Vom Betrieb elektrischer Fahrzeugflotten über das Laden am Arbeitsplatz bis hin zur Ausstattung an öffentlichen Parkplätzen, Tankstellen und Autobahnraststätten – der Ausbau von gewerblicher und industrieller Ladeinfrastruktur bietet die Grundlage für zahlreiche attraktive Geschäftsmodelle. Laut der neuesten Analyse von Aurora Energy Research sind in allen Fällen positive Renditen möglich – sofern die Nutzer für den verbrauchten Strom bezahlen und die Betreiber, abhängig vom Konzept, eine Marge von fünf bis elf Cent pro Kilowattstunde erreichen.

Bis 2040 könnte die Stromnachfrage für das Laden von Elektrofahrzeugen im gewerblichen und industriellen Bereich allein in Deutschland rund 13 bis 17 Terawattstunden jährlich erreichen, was rund 3 Prozent des derzeitigen deutschen Stromverbrauchs entspricht. Um die Nachfrage abdecken zu können, werden zwei bis vier Millionen Ladestationen benötigt. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von bis zu acht Milliarden Euro.

„Elektromobilität ist im Markt angekommen. Immer mehr Unternehmen, Kunden, Mitarbeiter haben bereits ein Elektroauto und wollen diese an vielen Standorten laden. Bei den meisten unserer Kunden geht es inzwischen nicht mehr nur um die reine Investition in Ladeinfrastruktur, sondern um Fragestellungen rund ums intelligente Lade- und Energiemanagement“, so Marcus Fendt, Geschäftsführer bei The Mobility House. „Wie können also möglichst viele Ladepunkte ohne Netzausbau beziehungsweise höhere jährliche Leistungsentgelte realisiert werden? Wie kann dann geladen werden, wenn der Strompreis billig und die Photovoltaik-Einspeisung hoch ist? Da sehen die Kunden Informations- und Investitionsbedarf.“

EnergieAgentur Oberbayern

Power2Drive Europe 2019: die Schnittstelle zwischen Verkehr und Energie

Die Power2Drive Europe ist die Schnittstelle zwischen der Elektrifizierung des Verkehrswesens und einer zukunftsorientierten, umweltfreundlichen sowie klimaneutralen Energieversorgung. Sie nimmt sich deshalb sowohl auf der Messe als auch bei der Konferenz des Themas Ladeinfrastruktur an. An allen drei Messetagen erfahren Interessierte deshalb alles Wissenswerte über Ladelösungen und Technologien für Elektrofahrzeuge. Darüber hinaus diskutieren Experten, Verbände und Forschungsinstitute im Rahmen der Power2Drive Europe Conference Geschäftsmodelle und Marktpotenziale der Branche.

© EVBox

Die Power2Drive Europe sowie die Parallelveranstaltungen finden vom 15. bis 17. Mai 2019 auf der Messe München statt, im Rahmen der Innovationsplattform für die neue Energiewelt The smarter E Europe.

Weitere Informationen zur Power2Drive Europe 2019 finden Sie im Internet unter www.PowerToDrive.de.

Quelle:Power2Drive Europe

 


12 Jun

Keynote – Nachhaltige Treibstoffe für die Luftfahrt

Remagen, 25. Mai 2018

Was treibt die Luftfahrt an in 20 Jahren?

Unter diesem Titel stand der Vortrag von IASA-Vorstand Michael Wühle, der zu Beginn der Betriebsleiterbesprechung 2018 der Fernleitungsbetriebsgesellschaft (FBG) die Teilnehmer auf den Tag thematisch einstimmte.

Zuvor betonte der FBG-Geschäftsführer Horst Saal in seiner Begrüßung die Wichtigkeit für das Unternehmen, am heutigen Tag einen intensiven Blick auf die wahrscheinlichen Entwicklungen und Trends zu werfen, die für die Fernleitungsbetriebsgesellschaft in den nächsten 20 Jahren relevant sind oder werden. Horst Saal spannte einen weiten Bogen vom Klimawandel und seinen Folgen, der wirtschaftlichen Entwicklung in Asien und Afrika, Hunger und Not in vielen Teilen der Welt, der Automatisierung bis zu Erneuerbaren Energien und nachhaltigen Treibstoffen.

Im folgenden Vortrag von Michael Wühle ging es dann auch hauptsächlich um nachhaltige Treibstoffe für die Luftfahrt. Zuvor erläuterte der Referent anhand aktueller Zahlen über das Wachstum der Luftfahrt, dass deren Klimaziele mit neuen Flugzeugkonstruktionen, neuen Triebwerken und Werkstoffen unmöglich erreicht werden können. Die so erreichbaren Treibstoff- und damit Emissionseinsparungen werden durch das ungebrochene Wachstum (+7,6% an verkauften Passagierkilometern in 2017) mehr als kompensiert werden.

Die Fachleute sind sich einig, so Michael Wühle, dass die Klimaziele der Luftfahrt weltweit nur über die Treibstofffrage gelöst werden können. Bio-Treibstoffe mindern zwar die CO2-Emissionen und sind auch schon verfügbar, durch das begrenzte Mengenpotenzial und den sogenannten Teller-Tank-Konflikt können sie jedoch nur einen sehr begrenzten Beitrag leisten. Elektro- und Hybridantriebe für Flugzeuge sind möglich und werden in wenigen Jahren geflogen werden. Der Referent erläuterte, dass aufgrund der 4-fach geringeren Energiedichte von Wasserstoff und wegen der 20-fach kleineren Speicherdichte von Lithium-Ionen-Akkus, bezogen auf das Kilogramm, die Reichweite solcher Flugzeuge auf Kurzstrecken und eine relative kleine Passagierzahl pro Flug begrenzt bleiben werde. Für die Mittel- und Langstrecke brauche es noch viele Jahre flüssige Treibstoffe mit der gleichen oder sogar höheren Energiedichte wie das jetzige fossile Kerosin.

Power-to-Liquid

Unter dem Begriff “Power-to-Liquid” (PtL) ist ein Verfahren zur Erzeugung synthetischer Treibstoffe aus Erneuerbaren Energien (EE) bekannt. Das EE-Kerosin der Zukunft wird ein PtL-Kerosin sein, da ist sich Michael Wühle sicher. Bei der Produktion von PtL-Treibstoffen wird Wasser mittels Strom aus Erneuerbaren Energien (z.B. Photovoltaik, Windkraft, Biogas, usw.) in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Mit dem Wasserstoff und CO2(entweder aus der Atmosphäre oder durch Abscheidung aus Industrieanlagen) wird ein Synthesegas erzeugt und in einem nachfolgenden Reaktor in flüssigen Treibstoff umgewandelt, der chemisch nahezu identisch mit dem fossilen Gegenpart ist. Das Ergebnis ist in jedem Fall ein CO2-armer Treibstoff, der prinzipiell auch das Potenzial hat, CO2-neutral zu sein. Bereits heute ist ein solcher PtL-Treibstoff mit einem Volumenanteil von 50% für die Luftfahrt zugelassen. Herr Wühle stellte noch kurz das PtL-Projekt des Luftfahrtverbands IASA e.V. vor (siehe PtL-Impulskampagne) und lud die Teilnehmer der Betriebsleiterbesprechung ein, sich mit ihrer Expertise in Treibstofffragen in das Projekt einzubringen.

Kooperationsvereinbarung

Abschließend unterzeichneten Horst Saal und Michael Wühle eine Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Organisationen. Die Kooperationspartner setzen sich dabei das Ziel, nachhaltige Strukturen und Projekte im Luftverkehr zu fördern, sowie nachhaltiges Handeln in sozialer, ökologischer, ökonomischer und partizipativer Hinsicht in allen Bereichen der Gesellschaft zu verankern. Hierzu unterstützen sich die Partner ab nun gegenseitig mit ihren Netzwerken und ihren Aktivitäten.

Power-to-Liquid

Horst Saal (FBG) und Michael Wühle (IASA) unterzeichnen den Kooperationsvertrag (von rechts nach links).

Quelle: IASA e.V.


 

10 Jan

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Sie?

nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit spart Kosten und erhöht die Gewinne jeder Organisation und jedes Unternehmens. Sie schont Klima und Umwelt, sie führt Menschen in eine gute Zukunft.

In einer zunehmend globalisierten Welt ist die nachhaltige Entwicklung eines Unternehmens der entscheidende Faktor um auch in der Zukunft wirtschaftlich stark zu bleiben.

Nachhaltigkeit bedeutet Zukunft!

Diese Tage ist nun die überarbeitete 2. Auflage meines Sachbuchs “Oh je, Herr Carlowitz” erschienen: https://www.amazon.de/Oh-Herr-Carlowitz-Nachhaltigkeit-Praxis-ebook/dp/B01HPVWTV4

Wenn Sie die Tipps und Tricks aus vielen Jahren erprobter Praxis im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement interessieren, dann sind Sie mit “Oh je, Herr Carlowitz” bestens bedient.


 

11 Jan

Neue Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet

Mittwoch, 11. Januar 2017

Das Bundeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung die „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016“ beschlossen. Sie steht ganz im Zeichen der VN-Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Sie stellt die umfassendste Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie seit ihrem erstmaligen Beschluss im Jahre 2002 dar.

Die Nachhaltigkeitsstrategie 2016 legt deutsche Ziele zu allen 17 SDGs fest und schildert, mit welchen Maßnahmen die Bundesregierung diese bis zum Jahr 2030 in allen Bereichen nachhaltiger Entwicklung erreichen will: Von Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung und Gesundheitsfürsorge über Bildung, Geschlechtergleichheit, Rechtsstaatlichkeit hin zu Klima- und Artenschutz, nachhaltigem Konsum und wirtschaftlicher Entwicklung. Zudem stärkt die Strategie sowohl die Zusammenarbeit innerhalb der Bundesregierung für eine nachhaltige Politik als auch die Kooperation mit den wichtigen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft.

Der Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Altmaier, erklärte dazu: „Die Verabschiedung der Agenda 2030 war ein großer Durchbruch. Mit der neuen Nachhaltigkeitsstrategie trägt die Bundesregierung wesentlich zu ihrer Umsetzung bei. Wir werden zeigen, dass materieller Wohlstand, eine solidarische Gesellschaft und der Schutz unserer Umwelt Hand in Hand gehen können und müssen.“

Die Strategie wurde von allen Bundesministerien im Rahmen des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung unter Leitung des Chefs des Bundeskanzleramtes erarbeitet. Einbezogen wurden zahlreiche Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Institutionen aus einem knapp einjährigen Dialog.

Die Strategie ist im Internet abrufbar unter www.deutsche-nachhaltigkeitsstrategie.de

Quelle: PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG