11 Apr

Offshore vs Onshore

Gestern war ich auf einer Wahlkampfveranstaltung zur Landratswahl. Als Fachbeitrag sprach ein CEO der Stadtwerke xyz zum Thema Erneuerbare Energien. Speziell zur Windkraft vertrat er die wohl bekannte Ansicht, dass die Wirtschaftlichkeit von Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen gleich gut wäre. Sind bei Onshore-WKA die Investitionskosten und die Windausbeute geringer, so ist das bei Offshore-WKA genau umgekehrt. Er vertrat die Ansicht, dass es also eine rein politische Entscheidung wäre, welchen von beiden Anlagentypen die Zukunft gehört.

Gut, da gehörten eigentlich noch eine Menge anderer Argumente angeführt, wie geringere Bürgerakzeptanz bei Onshore-Anlagen, höherer Wartungsaufwand wegen Korrosion bei Offshore-Anlagen, sowie der notwendige Netzausbau bei letzteren, die durch die entsprechenden Hochspannungsmasten auch nicht gerade zur Landschaftsverschönerung beitragen, usw.

Dabei liegt die Vorzugsvariante doch auf der Hand? Wenn wir unsere Abhängigkeit von einer zentralen Energieversorgung überwinden wollen und die damit einhergehenden massiven Infrastrukturmaßnahmen, dann spricht doch alles für eine dezentrale Energieversorgung in der Zukunft. Wenn noch dazu die Bürger von Anfang an mitgenommen und beteiligt werden in Form von Energiegenossenschaften oder Bürger-GmbHs, dann steigt auch die Akzeptanz für Windräder vor der Tür oder Biogas-Anlagen, die halt auch mal stinken.

Die abgebildete WKA steht neben etlichen anderen in der Gemeinde Wildpoldsried, nahe Kempten und die Bürgerschaft steht voll dahinter, da gewinnbringend beteiligt.

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